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Mit dem Rad durch Zeeland

Bild von admin

Für alle, die auch mal kurzentschlossen mit ihrem Fahrrad einen schönen Urlaub außerhalb unserer Landesgrenze aber dennoch ganz in der Nähe verbringen möchten empfiehlt sich ein Radurlaub bei unseren niederländischen Nachbarn.

Wohl keine andere Nation der Welt ist so gut auf Radfahrer und ihre Bedürfnisse eingestellt wie die Niederländer. Ob zur Schule, zur Arbeit oder zum einkaufen-Das „fiets“ wie hier der Drahtesel fast schon liebevoll genannt wird, gehört einfach zum Leben der Niederländer dazu. Viel mehr noch als bei uns wird das Fahrrad im Alltag eingebunden. Das liegt natürlich zum einen an der Topografie der Niederlande, denn durch das komplett flache Gelände kommen Groß und Klein in der Regel mühelos voran und können somit  ganz entspannt viele Kilometer mit dem Rad zurücklegen.

Zum anderen werden schon seit vielen Jahren  bei städtebaulichen Maßnahmen und im Straßenbau die Bedürfnisse der Fahrradfahrer mit berücksichtigt. So gibt es praktisch immer separierte Radwege, auf denen auch Familien mit kleinen Kindern sicher radeln können. Dadurch, dass praktisch flächendeckend Radwege vorhanden sind, eignen sich alle Regionen der Niederlande für einen entspannten Radurlaub.

Wir widmen  uns in diesem Bericht einer Region im Südwesten des Landes. In Zeeland findet der Radreisende viel flaches Land zum radeln, beschauliche Küstenorte und weite Sandstrände. Bei unserer Tour halten wir uns immer am Wasser und starten im beschaulichen Küstenort Goes. Die typisch niederländischen Spitzgiebelhäuser heißen hier die Besucher willkommen und laden zu einem gemütlichen Bummel durch die sehenswerte Altstadt ein.

Vorbei an den landestypischen Windmühlen und malerischen Tulpenfeldern geht es von hier aus zunächst  60 Kilometer  Richtung Tholen. Besonders sehenswert sind auf diesem Streckenabschnitt z.B. die Kreekrakschleusen. Diese sollen verhindern dass sich trotz der Durchfahrt von zahlreichen Schiffen Salz- und Süßwasser nicht vermischen. Von dem beschaulichen Tholen aus geht es dann über Polderwege und Deiche auf die Insel Schouwen-Duiveland Richtung Zierkikzee. Hier sollte man unbedingt dem Watersnoodmuseum einen Besuch abstatten. Die Ausstellungen hier beschäftigen sich alle mit der großen Sturmflutkatastrophe von 1953, die sich tief in das Gedächtnis der Niederländer eingebrannt hat.

Von Zierikzee aus geht es ca. 60 Kilometer immer weiter bis nach Haamstede am Nordzipfel der Insel. Auf dieser Strecke sollte man  in dem beschaulichen Hafenstädtchen Brouwershaven halt machen und hier bei einer kleinen Pause das historische Flair genießen.

Auf der nächsten, ca. 55 Kilometer langen Strecke zwischen Haamstede und  der Provinzhauptstadt Zeelands, Middelburg, wird man durch die gigantischen Deltawerke wieder an die Flutkatastrophe erinnert. Diese imposanten Küstenschutzanlagen sollen die Niederlande im Fall einer erneuten Sturmflut vor einer weiteren Katastrophe schützen.

Immer entlang des Veersemeer geht es dann  von Middelburg aus auf den letzten 45 Kilometern der Tour wieder zurück Richtung Goes.

Durch das flächendeckend gut ausgebaute Radwegenetz ist es an praktisch jeder Stelle der oben beschriebenen Tour möglich, die Tour individuell zu erweitern oder zu verkürzen und den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben anzupassen.

Worauf man sich allerdings zu jeder Jahreszeit einstellen sollte ist der Wind, der entlang der Küste immer besonders frisch weht.