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Kopenhagen - Die Fahrradhauptstadt der Zukunft

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In der Zeit von Klimaerwärmung und immer mehr schwindenen Ressourcen hat  mittlerweile auch bei Städteplanern ein Umdenken stattgefunden. Fossile Brennstoffe werden nicht mehr als das „Nonplusultra“ angesehen und auch die Automobilindustrie ringt sich durch, auf alternative Antriebe zu setzen.

Wir Fahrradfahrer wissen das natürlich schon etwas länger und fahren genau aus diesen Gründen (mal abgesehen von der körperlichen Fitness) viel mit unserem Drahtesel. Ob zur Arbeit, zur Schule und Universität, zum Einkaufen oder Freunde besuchen, das Fahrrad ist ein ständiger Begleiter, der bei regelmäßiger Pflege auch stets zuverlässig ist und uns besonders in überfüllten Innenstädten die langwierige Parkplatzsuche erspart.

In den letzten Jahren hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass Kopenhagen mit all seinen fahrradfreundlichen Maßnahmen das Potential zu der Umweltstadt der Zukunft hat. So gab und gibt es hier mittlerweile enorm viele städtebauliche Maßnahmen, die es Fahrradfahrern immer mehr erleichtern, den morgendlichen Weg zur Arbeit zu bewältigen. Kopenhagen ist auf dem besten Weg (wenn die Stadt es nicht sogar schon ist) zur Fahrrad- und Umweltfreundlichsten Stadt unseres Planeten zu werden. Ein innovatives Projekt von Kopenhagen ist z.B der  Neubau von sogenannten „Cykelsuperstis“, zu deutsch "Fahrradautobahnen".

Was sich im ersten Moment recht skurril anhört,entpuppt sich auf den zweiten Blick als revolutionäre Idee, die für viele Städte Vorbildcharakter haben könnte. Mit den isgesamt geplanten 26 Autobahnen, welche speziell für Fahrradfahrer angelegt wurden, soll es den Pendlern ermöglicht werden ihren Arbeitsweg nach Kopenhagen so sehr zu verkürzen, dass das Auto komplett unattraktiv wird.

Die Fahrradautobahnen sind mit einem speziellen Teer bzw. Belag beschichtet, der es den Fahrradfahrern erleichtern soll, schnell voran zu kommen. Daneben sind orangene Streifen auf beiden Seiten der Fahrbahn aufgetragen, um die Übersicht des einzelnen Fahrers auch bei hohem Verkehrsaufkommen zu gewährleisten. Fahrradampeln und Geschwindigkeitsschilder stellen darüber hinaus sicher, dass die Fahrradfahrer auch wenn sie von "ihrer" Autobahn abfahren auf einer grünen Welle schnell und effizient in die Innenstadt getragen werden.

Auf der sogenannten C99 (Fahrradschnellstraße) gibt es zudem alle 1.6 km eine Station mit Luftpumpen für die schnelle Versorgung bei Luftmangel im Schlauch und an den Ampelkreuzungen gibt es eigens für die Fahrradfahrer aufgestellte Gitter zum festhalten, damit man beim halten nicht mehr vom Fahrrad steigen muss.

Kopenhagen macht mit diesen Schnellstraßen einen sehr großen Schritt in Richtung ökologische Stadt der Zukunft. Der Grundgedanke und das erklärte große Ziel der Fahrradschnellstraßen ist es, die heutigen Autopendler (welche in Kopenhagen mittlwerweile sowieso gerade mal  nur noch 50% der Gesamtpendler ausmachen) um weitere 30% zu reduzieren. Dies soll vor allem damit erreicht werden, das alle Fahrradautobahnen später die direkteste Strecke die möglich ist nehmen, so dass man  mit dem Fahrrad letztendlich wesentlich schneller sein Ziel erreicht als mit dem Auto.

Das Fahrrad ist die Zukunft im Stadtverkehr, wenn wir auf ökologische und klimatische Begebenheiten Rücksicht nehmen wollen.