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Wenn es ernst wird: Erste Hilfe

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Erste Hilfe spielt im Radsport bei jeglichen Verletzungen oder Beschwerden sicherlich eine größere Rolle, als bei anderen Sportarten. Denn je nachdem in welcher Region Sie ihrem Hobby nachgehen, kann es einige Zeit dauern, bis der Notarzt eintrifft, und im schlimmsten Falle ist das Mobilfunknetz nur unzureichend und die nächste Ortschaft noch weit entfernt.

Umso wichtiger also, dass man ein paar medizinische Basics beherrscht. Sofern die Tour wirklich in abgelegene Regionen führt und absehbar ist, dass im Notfall Hilfe nur mit gewissem zeitlichen Abstand eintreffen kann, können wir nur dazu raten, nochmals einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen und sich vorab beim Hausarzt und Allergologen gründlich durchchecken zu lassen.

Vorab möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keine ausgebildeten Mediziner sind, sondern es sich im Folgenden lediglich um Tipps aus der Praxis handelt. Über die genaue medizinische Versorgung sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Rettungssanitätern.

Neben einigen medizinischen Grundkenntnissen ist für die Erstversorgung ein Grundbestand an medizinischer Ausrüstung erforderlich. Dazu zählen in erster Linie Verbandsbinden, Pflaster, Desinfektionssprays, steriles Wasser und einige Medikamente. Stellen Sie sich also für den Notfall eine kleine Reiseapotheke zusammen, die Sie in einem Schmutz- und Wasser abweisenden Behälter mit sich führen.

Verletzungen oder Beschwerden, die beim Radfahren auftreten können, sind vor allem Hauptabschürfungen oder Schnittwunden, Knochenbrüche, allergische Reaktionen auf Mückenstiche oder Kreislaufbeschwerden durch einen Sonnenstich.

Die Erstversorgung von Schürf- oder Schnittwunden können Sie mit oben genannter Ausrüstung vornehmen. Wichtig ist, dass Sie die Wunde zunächst ggf. reinigen, d.h. Sie sollten versuchen, kleine Schmutzpartikel mit dem sterilen Wasser abzuwaschen. Im Anschluss die Wunde desinfizieren und mit dem Verbandsmaterial bedecken.

Bei stark blutenden Wunden muss ein entsprechender Druckverband angelegt werden, um möglichst die Blutung zu stoppen oder zu verlangsamen. Zur notwendigen Druckerzeugung kann eine geschlossene Packung Papiertaschentücher in den Verband mit eingearbeitet werden. Diese platzieren Sie auf entgegen liegender Körperseite der Wunde. Dadurch können Sie den notwendigen Druck auf die Wunde ausüben, die elastische Packung Taschentücher hingegen verteilt den Druck jedoch  und sorgt dafür, dass das gesunde Gewebe nicht zu stark eingeschnürt wird.

Die Versorgung von Knochenbrüchen kann in der Regel nur ein ausgebildeter Mediziner vornehmen. Sofern es sich um einen offenen Bruch handelt, sollte die Erstversorgung analog der bei Schürf- oder Schnittwunden darin bestehen, die Wunde zu versorgen und vor Keimen zu schützen.

Durch Insektenstiche können weitere ernsthafte gesundheitliche Probleme auftreten, bis hin zum Zuschwellen der Atemwege oder einem vollständigen Zusammenbruch des Kreislaufs. Bleibende Schäden können die Folge sein, wenn nicht unverzüglich Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Wir raten dazu, vorab von einem Arzt testen zu lassen, ob Sie zu den betroffenen Personen zählen, die auf Insektenstiche allergisch reagieren. Sofern dies der Fall ist, sollten zu Ihrer Reiseapotheke trinkbares Antihistaminikum, trinkbares Kortison und ein Spray oder eine Spritze mit Adrenalin gehören.

Bei einem Stich wird anteilig von den getrunken und bei allgemeinen Beschwerden (Luftnot, Übelkeit, Erbrechen, Schluckbeschwerden, Todesangst, Gelenkschmerzen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit ...) sprüht man mit dem Medihaler-Spray beim Einatmen in den Mund oder spritzt sich selbst Adrenalin.

Die Folgen einer allergischen Reaktion eines Mückenstichs vermeiden Sie am besten, wenn Sie mit Insektenschutzmitteln vorbeugen.

Eine auch nicht zu unterschätzende Gefahr beim Radfahren ist der Sonnenstich. Anzeichen sind oftmals Übelkeit, die mit Kopf- und Gliederschmerzen einhergehen. Als Sofortmaßnahme sollte der Betroffene in den Schatten oder kühlere Räume gebracht, flach hingelegt und zudeckt und mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden. Sofern der Betroffene bereits bewusstlos ist, sollte zunächst eine Atemkontrolle durchgeführt werden. Atmet der Betroffene noch, so sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Falls nicht, muss eine Wiederbeatmung erfolgen.