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Leistungsdiagnostik

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Hinter dem Thema Leistungsdiagnostik verbergen sich mittlerweile viele verschiedene Methoden oder Möglichkeiten um seinen Trainingsstand zu erfahren, verbessern und auszubauen. Es gibt einige sehr effektive und auch weit verbreitete Methoden, wie man seine Trainingsziele erreichen kann.

In der Fachpresse geistert daher immer das Wort Laktat umher. Unter Laktaten versteht man Salze der Milchsäure. Das Laktat wird in der Muskulatur gebildet. Die Laktatkonzentration im Muskel führt zu einer dementsprechenden Konzentration des Laktats im Blut. Diese Laktatbildung ist durch einen Test messbar. Laktat bildet sich oder entsteht auch im Ruhezustand und bei leichter körperlicher Betätigung im Muskel. Dieses Laktat wird aber auch direkt wieder abgebaut, sodass kein Überschuss entsteht.
 
Diesen Wert nennt man Laktatruhewert, welcher zwischen 1,0 und 1,8 mmol/l ausfallen kann. Bei hoher Muskelarbeit nimmt der Laktatspiegel zu und die Konzentration im Blut steigt an. Diese Phase wird als aerob-anaerober Übergang oder aerobe Schwelle (2 mmol/l) bezeichnet. Pendelt sich die hohe Belastung dann wieder ein und wird gehalten, dann kommt es auch wieder zu gleichmäßigen Laktatproduktion und –abbau, sodass der hohe Laktatwert konstant bleibt. Diese natürliche Funktionsweise bleibt konstant bis zu der sogenannten anaeroben Schwelle von 4 mmol/l Laktat im Blut.
 
Diese Schwelle ist nicht als starre Grenze zu sehen, sondern sie kann auch etwas variieren. Wird diese Grenze überschritten, findet eine erhöhte Produktion von Laktaten statt, bei geringerem Abbau. Das hat zur Folge, dass mehr Laktate im Blut sind, da weniger abgebaut werden können. Das heißt die Laktatbildung erfolgt trotz konstanter Belastung und steigt über die Abbaumöglichkeit hinaus an.
 
Diese über den Abbau hinausgehende Laktaktbildung wird von vielen Leuten falsch interpretiert, denn leistungslimitierend ist Laktat nach der jüngsten Forschung nicht. Um die Laktatwerte zu messen und den anaeroben Punkt zu finden, verwendet man Test, wie die Leistungsdiagnostik. Es gibt viele verschiedene Testmethoden, hier soll aber nur auf den Laktatstufentest und die Spiroergometrie näher eingegangen werden. Darüber hinaus sind die „STAPS-Methode“ und der „Zeitfahrtest/MP-Tests“ bekannt.
 
Der Laktatstufentest ist ein Ergometertest, bei dem die Belastungen Stufenweise erhöht werden. Jeweils am Ende einer Belastungsstufe wird dem Tester ein Tropfen Blut auf dem Ohrläppchen entnommen. Das Blut wird anschließend auf seine Laktatkonzentration hin überprüft. Aufgrund der kontinuierlichen Überprüfung des Laktatwertes wird die anaerobe Schwelle festgestellt. Die Auswertung der Daten erfolgt im Anschluss durch eine Software.
 
Bei der Spiroergometrie handelt es sich um ein Stufen- oder auch Rampentest genanntes Verfahren. Hierbei wird die Atemfunktion mit Hilfe einer Atemmaske und der Gasaustausch analysiert. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf den Kolhendioxidausstoß und die Sauerstoffaufnahme gelegt. Durch die Menge des ausgestoßenen Kohlendioxids und des aufgenommenen Sauerstoffs kann man den Leistungsbereich bestimmen und man bekommt mit der sogenannten ventilatorischen Schwelle einen Anhaltspunkt für das tatsächliche Dauerleistungsvermögen.
 
Man kann dann ebenfalls feststellen, ab wann der Körper auf das Glykogen zurückgreift. Glykogen ist der Muskelbetreiber schlechthin und der Körper greift auf diesen Stoff bei hoher Dauerbelastung zu. Diese Information ist sehr wichtig, da man im Ausdauersport bedacht ist möglichst viel Energie aus den Fettreserven zu ziehen und nicht schon zu früh, zu viel Glykogen zu verbrauchen.
 
Mit der Spiroergometrie kann man darüber hinaus Atemtechniken verfeinern oder verbessern.
Dieder kleine Überblick über die Laktate, dessen Werte und Methoden es herauszufinden ist natürlich nicht abschließend, sondern es gibt noch viele andere Methoden und eventuell auch schon wieder neue Erkenntnisse, da Forschung bekannter weise niemals aufhört.