slideshow 1 slideshow 2 slideshow 3 slideshow 4 slideshow 5 slideshow 6 slideshow 7 slideshow 8 slideshow 9 slideshow 10 slideshow 11 slideshow 12 slideshow 13 slideshow 14 slideshow 15 slideshow 16 slideshow 17 slideshow 18 slideshow 19 slideshow 20 slideshow 21 slideshow 22 slideshow 23 slideshow 24 slideshow 25 slideshow 26 slideshow 27 slideshow 28

Im Einklang mit dem Sattel

Bild von admin

 

Um Fahrer und Sattel in bestmögliche Harmonie zu bringen, sind ergonomische Überlegungen unverzichtbar. Ein optimal angepasster Sattel sollte Effizienz und Komfort miteinander verbinden. Eine professionelle Ergonomieberatung im Geschäft liefert eine solche ergonomische Anpassung.
 
Im Zentrum der Vermessungen und Analysen steht die gesundheitliche Entlastung von Gelenken und Bändern, die trotzdem ein hartes Training mit hoher Beanspruchung der Muskeln zulässt. Dabei muss man sich im Klaren darüber sein, dass man für diese Tests einige Stunden Zeit mitbringen sollte.
 
Standardmäßig wird eine Körpervermessung mit Videoanalyse durchgeführt. Um einen Fehlkauf trotz Ergonomieberatung zu verhindern, gibt es meist die Möglichkeit den Sattel noch umzutauschen, sollte man doch nicht zufrieden sein.  Von der Vorstellung des perfektes Sattels sollte man Abstand nehmen, dagegen im Hinterkopf behalten, dass der Sattel oft einen Kompromiss darstellt.
 
Die Sattelform ist entscheidend für die Druckverteilung. Verzichtet man auf bestimmte Bereiche, wird der Druck dieser auf andere Regionen verlagert. Oberste Priorität kommt der Berücksichtigung der Individualität des Körperbaus zu, die sich nicht nur in der grundlegenden Unterscheidung zwischen Männern und Frauen niederschlägt.
 
Für jeden allerdings gilt die Grundregel, dass die Sitzknochen ihre Funktion erfüllen und auf dem  Sattel aufliegen sollten. Ihr Abstand, der erheblich variieren kann und die Sattelbreite bedingt, wird ebenfalls in der professionellen Beratung vermessen, da er von außen nicht schätzbar ist.
 
Speziell für Frauen muss auf den tiefer liegenden Schambeinbogen geachtet werden. Permanenter Druck auf die Sattelnase kann äußerst schmerzhaft werden. Bei Männer muss der so genannte Dammbereich, der sich von den Sitzknochen ab nach vorn erstreckt, besonders berücksichtigt werden, da dort wichtige Blut-und Nervenbahnen verlaufen.
 
Entsprechend dieser zentralen Erkenntnisse sollte die Sattelform gewählt werden, sodass empfindliche Bereiche geschützt und entlastet werden. Völlig normal und unschädlich ist ein anfänglicher Schmerz der Sitzknochen, der nach Gewöhnung schnell verschwindet.
 
Bedenklich aber ist ein Taubheitsgefühl, welches von einer zu starken Belastung des bereits erwähnten Dammbereichs zeugt. Um eine Entlastung zu bewirken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Generell kann der wirkende Druck durch ein geringeres Körpergewicht oder eine vergrößerte Auflagefläche reduziert werden. Allerdings darf der Sattel nicht zu breit sein, sonst behindert er die Tretbewegung und führt zu Reibestellen.
 
Auch Druckspitzen zählen zu gängigen Problemen. Ein Sattel mit Federung bzw. Dämpfung über Elastomere (spezielle Kunststoffe) kann Abhilfe schaffen. Außerdem wurde ein neues Sattelkonzept entwickelt. Die neue flexible Sattelschale folgt dabei der Tretbewegung und ermöglicht so eine leichte seitliche Bewegung des Beckens, die Druckspitzen vermindert.
 
Sogar Rückenleiden können über die entstehende Beckenbewegung verringert werden. Aber auch Lösungen über den Sattel hinaus, wie dicke Reifen oder Hinterradfederungen, können effektive Alternativen darstellen.
 
Um auch im Sommer bei hohen Temperaturen und entsprechender Schweißabsonderung angenehm sitzen zu können, sollte man in Sättel mit Öffnung oder Bezüge aus grobmaschigem Netzmaterialien investieren.