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Geheimtipp: Radtouren in Lettland - schon jetzt planen

Bild von admin

Radtouren in Lettland zu unternehmen, mag zunächst ungewöhnlich klingen. Schließlich ist das Land im Nordosten Europas mit seinen 2,3 Millionen Einwohnern und etwa der größer Bayerns für Touristen weniger gut erschlossen als manch anderes westeuropäisches Land.

Wer sich jedoch Zeit nimmt und seine Touren ausgiebig plant, wird in Lettland z.B. als Bestandteil einer Baltikum-Tour in jedem Fall auf seine Kosten kommen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lettland kann man mit dem Rad bequem in etwa 4-5 Tagen erkunden. Für den Zwischentransfer gibt es ein recht gut ausgebautes Bus bzw. ein sternförmig auf die Hauptstadt Riga zugeschnittenes Bahnnetz. Wenn man noch 2-3 Tage für einen Aufenthalt in der Hauptstadt Riga und für die An- und Abreise einplant, ist Lettland ein hervorragendes Urlaubsziel für einen Kurzurlaub mit dem Rad.

Lettland kann man grob in drei Regionen aufteilen:
den Westen, die Region Kurland (Kurzeme)
den Nordosten, die Region Vidzeme
den Südosten, die Region Latgale

Beginnen wollen wir aber in der Hauptstadt Riga. Riga erwartet den Besucher mit seiner beeindruckenden, restaurierten Altstadt, ihren alten Hanse- und Patrizierhäusern, mächtigen Stadtkirchen und malerischen Jugendstilhäusern. Dabei mag man sich die Frage stellen, ob man tatsächlich in einer Stadt mit 750.000 Einwohnern angekommen ist, oder ob man nicht durch eine mittelalterliche Stadt wandert, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

In Riga sollte man allerdings wegen des recht groben Kopfsteinpflaster in der Altstadt und des relativ hohen Verkehrsaufkommens auf das Fahrrad verzichten. Jedoch können Sie sich hier ein Fahrrad ausleihen und die eigentliche Radtour beginnen.

So kann man die Tour  Richtung Westen  zum größten Badeort Lettlands, Jurmala, eröffnen. Dichte Wälder reichen hier unmittelbar bis an die Küste. In den Wäldern stehen zahlreiche Holzhäuser, die früher wie heute Erholungsheime sind. Vor dort aus, kann man Kurzeme, das alte Kurland ansteuern. Hier prägen weite Hügel, zahlreiche Flüsse, weitläufige Sandstrände und dichte Wälder das Landschaftsbild. Die Strecke führt vorbei an mittelalterlichen Burgruinen und großen, alten Gutshöfen und nun sollte man den Wasserfall von Kuldiga ansteuern. Dieser ist mit einer Breite von etwa 275 Metern der größte Wasserfall Europas.

Setzt man nun seine Tour erneut Richtung Westen und gen Ostseeküste fort, erreicht man schließlich das verwunschene Fischerdorf Pavilosta. In Museen wird die Geschichte des ausgestorbenen Volkes bewahrt, das dieser Region ihren Namen gegeben hat: die Kuren.

Von hier aus sollte man wieder Richtung Osten umkehren und entweder per Rad nochmals den südlichen Teil Kurland durchqueren oder per Bus den Südosten Lettlands, die Region Latgale ansteuern.  Hier erwarten den Besucher ähnlich reizvolle Landschaften, allen voran die vielen tiefblauen Seen, dichte Wälder und tiefe Täler sowie unzählige schroffe Felsen.

Die Region ist strenggläubig, was sich in den vielen Kreuzen, die an den Straßen und Wegen aufgestellt sind und einige große weiße Kirchen, die urplötzlich in den Nadelwäldern auftauchen bemerkbar macht. Die Eindrücke dieser Region werden erweitert, durch etwa 150 Burgen und Ruinen auf den Hügeln, die von dem einstigen Wohlstand dieser Regionen in den vergangenen Jahrhunderten zeugen.

Hat man auch diese Region erkundet, fehlt noch ein Abstecher in den Nordosten, in die Region Vidzeme.  Dabei sollte der Nationalpark Gauja angesteuert werden. Die Parkverwaltung wirbt damit, dass hier 900 Pflanzenarten, 149 Vogel-, 40 Fisch-, und 48 Säugetierarten anzutreffen sind. Zu den bekanntesten Tierarten zählen sicherlich Elch, Luchs und Schwarzstorch.

Namensgeber und prägendes Element ist der Fluss Gauja bzw. dessen Tal, das bis zu 3 km breit und 80 Meter tief ist. An den Ufern befinden sich zahlreiche sagenumworbene Höhlen und Grotten. Burgen und Schlösser, urige Holzhäuser  und rote Sandsteinfelsen, wie der 80m breite Adlerfelsen, gehören zum weiteren Bild des Nationalparks. Am Nördlichen Rand des Nationalparks liegt das bezaubernde Städtchen Cesis, das als Wiege der lettischen Flagge gilt.

Wunderschöne restaurierte Häuschen und die Ruine der Ordensburg und das neue Schloss sind ein Besuch wert. Von Cesis schließlich führen Bus- und Bahn wieder zurück in die Hauptstadt Riga. Eine Fahrradreise durch Lettland zählt in jedem Fall zu den besonderen Urlauben und gerade wenn man dem Massentourismus entgehen möchte ist Lettland für den nächsten Urlaub ein Geheimtipp.