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Behindertenradsport

Bild von admin

Wenn es um das Thema Sport geht, stehen die meisten behinderten Menschen vor großen Hürden, weil sie durch ihre Beeinträchtigung oftmals nicht das Leistungsniveau nicht behinderter Menschen erreichen können. Umso wichtiger ist es, dass es auch Sportarten für Behinderte gibt und noch viel wichtiger sind Sportvereine, in denen diese Sportarten unter Gleichgesinnten ausgeübt werden können.

Die Anfänge des Deutschen Behindertenradsports liegen etwa in den 1980er Jahren. Durch die Erfolge bei den paraolympischen Spielen 1992 in Barcelona bekam der Behindertenradsport nochmals einen Schub, so dass er heutzutage auch durch die Mithilfe von Sponsoren von einigen Top-Athleten professionell betrieben werden kann.

Die Gelder werden vor allem  für die Umbauten der Räder benötigt, da es sich je nach Art der Behinderung um Spezialanfertigungen handelt und eine Serienfertigung nicht lohnt.

Heute finden in regelmäßigen Abständen Rennserien aber auch internationale Wettkämpfe (Welt-, Europameisterschaften, Olympische Spiele) statt.

Wegen der Art der Behinderung, gibt es im Behindertenradsport unterschiedliche Disziplinen, die wir kurz vorstellen möchten:

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Handbikern, Amputierten, Blinden und Cerebralparetiker. Diese vier Hauptdisziplinen gliedern sich nochmals in verschiedene Untergruppen, um je nach Grad der Behinderung bei Wettkämpfen möglichst faire Bedingungen zu schaffen.

An Handbiker-Wettkämpfen nehmen Sportler teil, die Lähmungen oder Amputationen an den Beinen, Lähmungen der Rumpfmuskulatur und / oder nur eingeschränkte Funktionen von Armen und Händen haben. Das Handbike wird ausschließlich durch die Arme betrieben. Unterschieden wird zwischen Aufsätzen, die an den herkömmlichen Rollstuhl montiert werden und extra speziellen Rennrollstühlen.

Bei den amputierten Fahrern gibt es insgesamt vier verschiedene Wertungsklassen, die nach dem Grad der Behinderung aufgeteilt sind und bei leichten Behinderungen und Lähmungen der Arme und Beine beginnen.

Blinde Radsportler bilden mit einem Nichtbehinderten ein Tandemgespann, wobei der Nichtblinde als Pilot fungiert. Ausschlusskriterium dabei ist, dass der Pilot in den letzten drei Jahren nicht als Profi aktiv war oder für ein Nationalteam gefahren ist. Das besondere bei dieser Disziplin ist, dass es hierbei auch einen Mixed Start gibt (Männer und Frauen).

Bei den Cerebralparetikern wird zwischen Sportlern unterschieden, die mit einem herkömmlichen Straßenrennrad Wettkämpfe bestreiten können und solchen mit spastischen Behinderungen, bei denen aufgrund der Gleichgewichts- und Stabilitätsstörungen nur Radfahren auf einem Dreirad (zusätzliches Hinterrad) möglich ist.

Anders als bei Wettkämpfen von nicht behinderten Sportlern gilt bei behinderten Sportlern eine Besonderheit. Finden sich genügend weibliche Athleten, wird ein eigenes Rennen durchgeführt. Ist dies nicht der Fall, werden die weiblichen Athletinnen in der um eine klasse schlechteren Männerklasse mit gewertet.

Und wer schon einmal Wettkämpfe verfolgt hat, wird schnell festgestellt haben, dass es hierbei nicht minder spannend zur Sache geht und dass um jeden Zentimeter gefightet wird.