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Verkehrserziehung von Kindern

Bild von admin

Im täglichen Straßenverkehr lauern viele Gefahren, gerade jedoch für Kinder. Laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden sind im Jahr 2008 31.665 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt, darunter 4.872 Schwerverletzte. Zwar ist die Zahl gegenüber 2007 um 7% und gegenüber dem Jahr 2000 sogar um 30% gefallen, aber dennoch sind 31.665 verunfallte Kinder zu viel. 

Erschreckend bei der Statistik ist jedoch, dass unter den Verunfallten 102 Todesopfer sind. Daher ist die Verkehrserziehung bei Kindern sehr wichtig, sodass sie gesund und unverletzt wieder zu Hause ankommen.
Zunächst ist zu erwähnen, weshalb Kinder im Straßenverkehr gefährdeter sind als Erwachsene und um dann die Kleinen besser auf den Verkehr vorzubereiten.
 
Kinder nehmen Situationen anders wahr, als Erwachsene. Auch wenn sie die einfachsten Verkehrsregeln beherrschen, komplizierte Situationen, wie zum Beispiel das Überfahren einer großen Kreuzung können Kinder schnell überfordern. Weiterhin ist zu erwähnen, dass bei Kindern das Sichtfeld links und rechts um ein Drittel eingeschränkter ist. Daher sehen sie auch herannahende Autos auch viel zu spät.
 
Außerdem werden Kinder aufgrund ihrer Größe zu spät gesehen, nicht zuletzt weil sie selber auch nicht viel sehen. Kinder können auch Geräusche schlecht orten, weshalb sie nicht rechtzeitig heraushören, woher die herannahenden Motorgeräusche oder Hupen stammen. Desweiteren sind Kinder erst ab 8 Jahren etwa in der Lage, Geschwindigkeiten und Bremswege einzuschätzen.
 
Kinder nehmen auch nur die Dinge wahr, die sie gerade interessieren und blenden daher die anderen Geschehnisse unbewusst aus. Die Kleinen reagieren „kopflos“, wenn mehrere Dinge gleichzeitig beachtetet werden müssen. Zum Beispiel wenn sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite Freunde sehen, rennen sie einfach über die Straße.
 
In den vierten Klassen aller Grundschulen wird die sogenannte Radfahrprüfung abgelegt. Im Unterricht lernen die Kinder den theoretischen Teil und in Anwesenheit der örtlichen Polizei wird auch praxisnah geübt, sodass die Kleinen am Ende den Fahrradpass in den Händen halten.
 
Aber es gibt auch Möglichkeiten wo Sie Ihr Kind üben lassen können. Abseits wichtiger Verkehrsverbindungen können Sie mit Ihrem Kind radeln, sodass es erst einmal Sicherheit auf dem Rad bekommt. Wenn das Kind dann jedoch genug Sicherheit auf dem Fahrrad gesammelt hat, sodass es auf einer Straße geradeaus fahren kann, können Sie mit Ihrem Kind zu den Jugendverkehrsschulen gehen, wovon es im gesamten Bundesgebiet 1.100 gibt.
 
An den Jugendverkehrsschulen gibt es die Möglichkeit auf Übungsstrecken die dem realen Verkehrsbild nachempfunden sind. Mit Schilder, Ampeln und Kreuzungen werden die Kinder auf den Straßenverkehr optimal vorbereitet. Die Kinder üben in den Schulen, ihre Spuren zu halten, richtig abzubiegen und die Verkehrszeichen zu erkennen und vor allem rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren . Neben dem Kennenlernen der Verkehrsregeln werden auch das Einschätzen von Verkehrssituationen und Gefahren näher gebracht. Somit werden die Kinder auf eine eigenverantwortliche Teilnahme am Verkehr vorbereitet.
 
Nicht nur die richtige Ausbildung ist wichtig, sondern auch die Fahrtüchtigkeit der Räder und die optimale Bekleidung. Die Kleinen sollen ja schließlich auch bei schlechten Licht- und Wetterverhältnissen sehen und gesehen werden. Daher ist die Verkehrssicherheit des Fahrrades unerlässlich. Zu den wichtigen Bauteilen sind im Allgemeinen die Reflektoren an der Front und am Heck sowie jene an der Vorder- und Rückseite der Pedale und an den Speichen.
 
Desweiteren ist dafür zu sorgen, dass die Bremsen (zwei unabhängige) und Reifen tadellos funktionieren und dass eine helltönende Klingel verbaut ist, sowie für eine gute Beleuchtung durch einen Dynamo zu sorgen ist. Bei der Bekleidung ist zu beachten, dass die Farbe der Jacke nach Möglichkeit auffällig ist zum Beispiel in Gelb oder Weiß. Besser wäre noch, dass Reflektoren mit eingenäht sind.
 
Mit einer auffälligen Kleidung, einem verkehrssicheren Fahrrad und natürlich mit einer richtigen Ausbildung stehen dem Vergnügen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen nichts mehr entgegen.