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Radtour durch Hochvogesen, Naturpark Nordvogesen, Pfälzer Wald, Nordpfälzer Bergland und Schwarzwald.

Ein persönlicher Erfahrungsbericht von: Wolfgang Weber

Meine vorliebe bei Radtouren gilt Wegen, die nicht von hunderten von ausgeschilderten Radwegen durchzogen sind sondern durch Gebiete führen , die noch möglichst ursprünglich sind und denen dadurch auch die touristische Infrastruktur fehlt.

Also plante ich meine Tour durch das unbekannte Nordpfälzer Bergland nach Lothringen. Ich startete , im Nieselregen, in Obermoschel. Der Weg führ durch das Moscheltal nach Süden. Das Tal steigt stetig an und nach ca. 20 km hat man den Höhenkamm des Felsberger- und Kreuzhofes erreicht. Man fährt , bei einer grandiosen Aussicht über die nortpfälzer Berge und den Donnersberg ca. 7 km auf dem Bergkamm entland. Der Donnersberg ist mit seinen 687m das
dominiernte Bergmassiv der hügligen Nordpfalz. Die kleinen Dörfer in der, von der Welt abgeschiedenen Gegend bestehen aus trutzig wirkenden Natursteinhäusern. Auf den Straßen ist sehr wenig Verkehr, ideal zum Radfahren.Das Gebiet heist, wegen seiner Abgeschiedenheit und Rückständigkeit, auch "alte Welt" Über einen steil abfallenden Feldweg erreicht man Heiligenmoschel und fährt über Otterberg und Kaiserslauter in den Pfälzer Wald. 

Nach dem romantischen Städtchen Otterberg, erreichen ich als Kontrast die US-Kassernen von Kaiserslauter. Ich trete fest in die Pedale um diesen trostlosen Stadteil schnell hinter mich zu bringen. Ich komme zum anstieg in den Pfälzer Wald. Durchs Wienertal fahre ich durch tiefen Wald hinauf nach Stelzenberg und von dort nach Tripstadt. Die endlosen Wälder des Pfälzer Waldes und die schönen Täler entschädigen für jede Anstrengung.

 Mein erster Tag geht zu ende. Es Regnet immer noch und ich muß ein Platz für mein Zelt suchen. Ich übernachte auf eine kleinen Waldlichtung mit einer Quelle in einiger Entfernung. Nachts höre ich die Wildschweine, die Futter suchen. Die Nacht über hat es noch geregnet aber am Morgen wird der Regen durch Sturm ersetzt. Ich fahre durch das wundervolle Schwarzenbachtal bis zum Anstieg nach Leimen. Von Leimen weiter hoch zum Hermerberger Hof und von dort eine lange Abfahrt hinunter nach Wilgartswiesen. Immer durch die tiefen Wäder der Pfalz. Bei Hinterweidenthal beginnt das Dahner Felsenland. ich radle ein kurzes Stück auf dem Lautertal Radweg bis nach Bärenbach. Der Weg führt entlang der Lauter durch sehr ebenes Gelände. Links und rechts stehen die bizarren Felstürme die der Gegend Ihren Namen gaben.
In Bärenbach biege ich auf die kleine Landstraße Richtung Schönau Hirschthal ab. Die Täler werden enger und die Bruchsteinhäuser werden durch Fachwerhäuser ersetzt. Über Holzstege geht es durch das traumhafte Sumpfgebiet des Saarbaches. Hinter Schönau, dass seinem Namen alle Ehre macht, erreiche ich die französische Grenze und den Regionalpark Nordvogesen. 

Ich fahre weiter durch einen märchenhaften Wald mit dem Saarbach an meiner Seite. Autos gibt es auf dieser Straße in dieser entlegenen Gegend anscheinend nicht. Bei Lembach komme ich wieder in bewohntere Gebiete mit schönen Bäckereien und kleinen Cafes. Ich setze mich trotz des starken Windes an die Strasse und mache ein verspätetes Frühstück mit Milchkaffee. Ab hier wird die Landschaft weiter der Wald wechelt sich mit Wiesen und Feldern ab.
Auf einer kleinen Department Str. fahre ich über Langensoultzbach, Niederbronn, weiter zu dem schönen historischen Städtchen Saverne. In Rheinhardsmunster beginnt der Anstieg in den höheren Teil der Vogesen. Aber dass hat Zeit bis morgen. Ich baue mein Zelt, in einem dichten Tannenwald auf. Am nächsten Morgen geht es, durch den Wald hoch nach Wangenbourgund von dort weiter nach Oberhaslach.

Am Beginn des Abstieges von Oberhaslach halte ich an und geniese das überwältigende Panorama der mächtigen Vogesenberge. Nach dem ich schnell untern in Niederhaslach war geht es um so heftiger und sehr lange hoch . Zuerst zu Col de Steige und dann weiter zum Col de Climont (966m). Hier biege ich auf einen kleinen Waldweg ab. Dieser Weg bildete bis 1918 die
Grenze zwischen Frankreich und Deutschland und diente zur Versorgung der hier stationierten Grenztruppen.

Ich fahre Richtung Grand Rombach, über den Col de Urbeis, durch eine unberührtes wildes Gebirge. Am Col de Lusse biege ich nach Westen ab und erreiche nach einigem auf und ab Lubline, im Westen der Vogesen. Bis nach la Croix aux Mines fahre ich, am Fuß der Vogesen, durch eine liebliches leich hügliges Gebiet nach Süden. 

Es beginnt wieder zu regnen, diesmal aber fester. Ich stelle mich mit meinem Fahrrad in ein Bushäuschen. Nach einer Stunde regnet es nur noch leicht und ich fahre weiter. Es geht hoch nach le Chipal ( 640m) . Von hier hat man eine überwältigende Aussicht zum Tal von Fraize und dem Gebirgskamm an der Route des Cretes. Nach dem Genuss der Aussicht geht es hinunter nach Fraize. Es ist gerade Markt und es regnet wieder fester. Ich gehe auf den Markt hoffe, dass das Wetter besser wird und kaufe einiges zum essen.

Ich fahre den langen Aufstieg zum Col de la Schucht hoch. Das Wetter wird immer besser. Es fängt sogar die Sonne an zu scheinen. Es geht aufwärts durch ein breites Wiesental mit einzelnen Bauernhäuser. Plötzlich ein lauter Knall und der Mantel und der Schlauch meines Hinterrades haben ein faustgroßes Loch. Ich habe zwar einen Ersatzschlauch aber keinen 2. Mantel. Ich stehe ratlos an der einsammen Straße. In der nähe ist ein alter Steinbruch .Ich trage mein Fahrrad und das Gepäck zum Steinbruch und verstecke es dort und laufe das Tal entlang um in einem
Bauerhaus ein altes Fahrrad mit einem brauchbaren Mantel zu finden. Beim ersten Haus ist niemand da. Beim 2. Haus begrüßt mich eine nette junge Frau. Ich erkäre Ihr mein Problem. Sie hat natürlich nur sehr gute neue Fahrräder. Nadem wir einen Kaffee getrunken haben ruft Sie alle Fahrradläden in der Gegend an. Ich erfahre aber. dass heute Feiertag ist und deshalb alle
geschlossen haben. Sie telefoniert mit einem größeren Sportgeschäft in St. Die und die haben geöffnet. Das Geschäft ist allerdings 50 km von uns entfernt. Sie fährt trotzdem mit mir dort hin und wir kaufen meine Ersatzteile. Nachdem alles repariert ist und ich noch etwas zum essen bekommen habe, fahre ich weiter zum Col de la Schlucht (1138 ).

Am späten Mittag erreiche ich die Route des Cretes. Es hat aufgeklart und die Aussicht ist einmalig man sieht von hier die Alpen und den Schwarzwald.Es geht weiter hinauf zum Hohneck (1362) und zum Kastelberg (1360) Die Straße führt über die Gipfel der höchsten Vogesenberge bis zum
Grand Ballon (1424) dem höchten der Vogesenberge.Bei diesem Panorama von Gipfel zu Gipfel zu rollen ist ein Gefühl als könnte man fliegen. Auch hier war früher die deutsch französische Grenze und die Straße war ein Versorgungsweg. An den Hängen des Grand Ballon baue ich am Abend mein Zelt auf.

Von hier fahre ich die steilen Sepentienen hienunter in die
Touristenregionen der Weinstraße und des Elsass durchquere die Rheinebene,
überschreite den Rhein und die ehemalige Grenze und erreiche bei Kandern den
Schwarzwald.

Mehr dazu im 2.Teil dieser Reisebeschreibung.

 

Wenn Ihr an Details meiner Reisen Interessiert seid, kommt auf meine Homepage: PfalzandBike.de

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